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  • Zur Judensau

    Die seit vielen Jahren geführte Kontroverse um die Judensau in Wittenberg irritiert mich schon seit langem. Sie irritiert mich darum, weil in ihr überwiegend mit falschen Alternativen operiert wird, und zwar auf beiden Seiten der Diskussion. Dass der aus Ärger über die Kritik an seinem Antisemitenverstehertum zum denunziatorischen Edelantisemiten avancierte Patrick Bahners sich in der…

  • Alle Wege führen zu Heidegger: Bemerkungen zu Lapidots (Anti-)Anti-Anti-Semitismus

    Heute ein weiterer Beitrag in meiner beliebten Reihe: Bestellte aber nicht angenommene Rezensionen. Für die jungle world war die Besprechung nicht gut genug, ich bin da zum Glück nicht so anspruchsvoll. Dass die Rezension so kurz ausgefallen ist, liegt an den Vorgaben der jungle world. Ich habe aber keine Lust mich im Interesse möglicher Ergänzungen…

  • Ist die Israelsolidarität noch zu retten?

    Die Zeiten, in denen man mich in maximal einer Stunde an jeden beliebigen Ort in Berlin zitieren konnte, um für oder gegen dieses oder jenes zu demonstrieren, liegen schon seit einiger Zeit hinter mir. Je dümmer oder gefährlicher das Anliegen, desto größer inzwischen die Menschenmenge. Je wichtiger und lobenswerter das Anliegen, desto winziger die Zahl…

  • Zwei Arten der antisemitischen Kontinuität

    Seit die Postmoderne Marx mit der Einsicht überholt hat, dass das Beschreiben der Wirklichkeit reine Zeitverschwendung sei und es ausschließlich darauf ankomme, sie sich mit rein sprachlichen Mitteln nach Belieben umzuimaginieren, gibt es für die Art der Antisemitismusforschung, die ich erlernt habe, keine Verwendung mehr. Darauf reduziert, die wenigen anderen verbliebenen Verblendeten gelegentlich etwas zu…

  • Vom Sprachimperialismus deutscher und österreichischer SozialwissenschaftlerInnen

    Paul Klee, Eroberer (1930), Aquarell und Feder auf Baumwolle auf Karton, 40,5 x 34,2 cm, Kunstmuseum Bern Seit deutsche und österreichische Sozialwissenschaftler nicht mehr mit der Wehrmacht durch die Lande ziehen und ihre Konkurrenz einfach umbringen können, haben sie ihre Methoden verfeinern müssen. Seitdem ich nicht mehr existiere und meinen Lebensunterhalt mehr schlecht als recht…

  • Zum Stand der (offiziellen) Antisemitismusforschung

    Paul Klee, Der Teufel jongliert (1930), Öl- und Wasserfarbe auf Leinwand, 50 x 69 cm (Privatsammlung Paul Sacher) Zwei Dinge sind mir in den letzten Wochen noch einmal besonders deutlich vor Augen getreten: 1. Die allermeisten Antisemitismusforscher und sonstigen vermeintlichen -expertinnen definieren den Antisemitismus nicht anhand wissenschaftlich verifizierbarer (also auch widerlegbarer) Kriterien (von absurden Dingen…

  • Zum Antisemitismus der Querdenker

    Paul Klee, Die Gehängten (1913), Tinte auf Papier auf Pappe, 32,4 x 24,8 cm (MoMA) Vergesst die Verschwörungstheorien, dass Problem ist die Mordlust. Wenn ich mit Hannah Arendt etwas teile, dann gewiss ihr tiefes Misstrauen jenen Intellektuellen gegenüber, denen immer und zu allem möglichst gleich „etwas einfällt“. In den letzten Wochen haben sich in meinem…

  • Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin stellt nach unten offene Bahnersskala vor

    Paul Klee, “Zerbrochene Maske” (1934), Kohle und Aquarell auf Papier auf Karton, 16,7 × 20–20,3 cm (Zentrum Paul Klee, Bern) Schüler-Springorum: „Endlich können wir genau messen, wie unberechtigt einzelne Antisemitismusvorwürfe sind.“ Die Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, stellte am Dienstag eine am Institut entwickelte Innovation vor: Die…

  • GG 5.3 Initiative erhält diesjährigen Julius-Streicher-Preis für Antisemitismusförderung

    Wie das Preiskomitee Freitagabend bekannt gab, geht der Julius-Streicher-Preis für Antisemitismusförderung dieses Jahr an die neue GG 5.3 Initiative. In seiner Würdigung der Initiative verwies das Komitee auf einen historischen Präzedenzfall. Die Bedeutung des Antisemitismus im deutschen Kaiserreich sei allzu oft unterschätzt worden, weil den explizit antisemitischen politischen Organisationen nur ein bedingter Erfolg vergönnt war.…

  • Grundlegende Missverständnisse im Kampf gegen den Antisemitismus I: Wann nehmen wir Menschen ernst, die an den Weihnachtsmann glauben?

    Stellen sie sich bitte vor, sie sind in einer Unterhaltung mit einem Erwachsenen begriffen. Es besteht kein Anlass zu der Annahme, dass ihr Gegenüber an irgendeiner Lernbehinderung leidet oder ihr Leben bis vor Kurzem in völliger Isolation verbracht hat. Doch will sie von der Behauptung nicht ablassen, dass der Weihnachtsmann tatsächlich existiert. Vermutlich werden sie…